Ratgeber Eigenheim
Die Kreditrate ist nicht dein gesamter Wohnaufwand.
Für einen Kauf brauchst du neben dem Angebotspreis eine realistische Vorstellung von den Erwerbskosten, deinem Darlehen und den Ausgaben nach dem Einzug.
Was zählt zu den Kaufnebenkosten?
Typisch sind Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls eine Maklerprovision. Ihre Höhe hängt vom konkreten Kauf ab. Der Prozentwert im Rechner ist deshalb eine frei änderbare Annahme und keine verbindliche Pauschale.
Vereinfachtes Rechenbeispiel
Bei 400.000 € Kaufpreis und angenommenen 10 % Nebenkosten kommen 40.000 € hinzu. Stehen 80.000 € Eigenkapital bereit, ergibt sich rechnerisch ein Darlehen von 360.000 €.
Wie entsteht die anfängliche Monatsrate?
Als grobe Orientierung gilt: Darlehen × (Sollzins + anfängliche Tilgung) ÷ 12. Bei 360.000 € Darlehen, 4 % Sollzins und 2 % Tilgung sind das zu Beginn 1.800 € pro Monat. Mit jeder Tilgung sinkt die Restschuld; die tatsächlichen Kreditbedingungen, Laufzeit und Anschlussfinanzierung können davon abweichen.
Welche Kosten gehören zusätzlich ins Haushaltsbudget?
Plane laufende Betriebskosten, Versicherungen, Instandhaltung und mögliche Sanierungen ein. Bei einer Eigentumswohnung solltest du Hausgeld, Rücklagen und Beschlüsse der Eigentümergemeinschaft prüfen. Halte außerdem einen Puffer für unvorhergesehene Ausgaben bereit. Vergleiche die gesamte monatliche Belastung mit deinem verfügbaren Einkommen und rechne einen vorsichtigeren Fall mit höherem Zins oder zusätzlichen Reparaturen durch.
Herausgegeben von Nadja Neb, Betreiberin von calcimo. Dieser Ratgeber erklärt eine Rechenmethode und ist keine individuelle Finanzierungs-, Steuer- oder Kaufberatung.